NRW-Heimatpreis für Blatzheimer Fotogeschichten

Welch eine Überraschung und Freude: Das Projekt „Blatzheimer Fotogeschichten“ erhielt nach dem Heimatpreis der Kolpingstadt Kerpen heute den NRW-Heimatpreis „Junge Heimat“.

Zu einer Feierstunde und zur Übergabe des Preises, der mit 2.000 Euro verbunden ist, war Staatssekretär Dr. Jan Heinisch aus dem Heimatministerium ins Kunibertus-Haus nach Blatzheim gekommen.

Das Projekt „Blatzheimer (Foto-) Geschichten digital und analog“ wurde 2020 mit 13 Kindern und Jugendlichen unter der pädagogischen Leitung von Christa Gesmann und Britta Münch sowie der organisatorischen Leitung vom Vorsitzenden der „Buchstützen Blatzheim“ Klaus Ripp durchgeführt. Von den Teilnehmern ausgewählte Orte wurden – sofern es Corona zuließ – besucht und fotografiert. Viele Zeitzeugen wurden interviewt, um Wissenswertes zu Blatzheim und den ausgewählten Orten zu erfahren. Bilder wurden gemalt, Texte geschrieben. Entstanden ist ein „Heft voller Geschichten und Geschichte, selbst erzählt oder selbst erfunden“, das in der Bücherei ausgeliehen werden kann. Dort werden auch die Heimatpreise ausgestellt. Der Inhalt der Fotogeschichten ist aber auch hier auf Blatzheim-Online mit allen Dokumenten und Interviews hinterlegt: Blatzheimer Fotogeschichten auf Blatzheim-Online.

Die Fotogeschichten wurden gefördert vom Bundesprogramm „Kultur macht stark“ unter der Federführung der „Buchstützen Blatzheim“ im Bündnis mit dem „Verein für Bildung und Kultur im Hof“ sowie dem Kinder- und Jugendzentrum DOMIZIEL. Das Projekt erhielt bereits einen Förderpreis der Volksbank Rhein-Erft-Köln und im Dezember den Heimatpreis der Kolpingstadt Kerpen.

Zu Beginn stellte Klaus Ripp den Gästen aus der Landeshauptstadt den Ort Blatzheim, die beteiligten Vereine, eine Übersicht der „Kultur-macht-stark“-Projekte und das Projekt Fotogeschichten in Ausschnitten vor.

In Grußworten lobten auch Vizebürgermeister Addy Muckes und Vizelandrätin Heike Steinhäuser die Arbeit der jungen Heimatforscher.

„Wer nach einem nun preisgekrönten Erfolgsrezept sucht, um die Jüngsten für die Auseinandersetzung mit und die Pflege von Heimat zu begeistern, der sollte in Blatzheim auf die digitale und analoge Dorferkundung gehen“, zitierte Dr. Jan Heinisch aus der Jurybegründung bei der Laudatio zur Preisverleihung.

Mit Stolz nahmen Anna, Felizia, Nele und Fabian stellvertretend für die anderen Projektteilnehmer, die leider in den Osterferien vereist waren, den Heimatpreis entgegen.

Unter den Gästen waren auch der Landtagsabgeordnete Gregor Golland, Vertreter der Projektpartner und interviewte Zeitzeugen.

Nun überlegen die Projektbeteiligten, welches Projekt sie als nächstes durchführen wollen. Ideen sind dazu bereits in der „Heimatbox“ enthalten, die ebenfalls aus Düsseldorf mitgeliefert wurde.

Hier die Infos des Ministeriums zum Projekt Fotogeschichten:

Projektbeschreibung:

Heimat-Orte entdecken, Fragen formulieren und stellen, filmen und fotografieren, Texte schreiben und veröffentlichen und Vieles mehr: Junge Menschen wurden in Blatzheim motiviert, als Heimat-Journalisten aktiv und produktiv zu werden.

Herausgekommen sind dabei die Blicke, Perspektiven und auch die Ästhetik aus dem Blickwinkel von Kindern und Jugendlichen – sie haben Blatzheim und seine Geschichte, seine Menschen und Orte vor die Kamera und vor das Mikrofon genommen und die Ergebnisse analog und digital öffentlich zugänglich gemacht. Dort schafften die „Buchstützen Blatzheim e.V.“, ein Förderverein der katholischen öffentlichen Bücherei in Blatzheim, im Verbund mit anderen örtlichen Vereinen, zumeist aus dem Kultur- und Jugendsozialbereich, jenen Rahmen und jene Unterstützung, die es den jungen Heimatforschenden ermöglichte, ihre Heimaterkundung zu realisieren. Wie produktiv es sein kann, wenn Bemühungen von Bildung, Kultur und Heimat zusammen gedacht und gemacht werden – das zeigt das Beispiel der „Blatzheimer (Foto-)Geschichten“!

Jurybegründung:

Das preisgekrönte Projekt „Blatzheimer (Foto-) Geschichten digital und analog“ steht zum einen für die große Reichweite von Heimat. Es verdeutlicht, dass Heimat längst nicht mehr nur von „klassischen“ Heimatvereinen gepflegt wird, sondern dass Heimat so attraktiv und interessant ist, dass der Kreis der er, die sich damit engagiert und erfolgreich beschäftigen, in jüngster Zeit immer größer und bunter geworden ist. Heimat strahlt aus! Und: Heimat ist natürlich auch ein Bildungs – und Kulturthema. Das verdeutlicht das Beispiel Blatzheim in preiswürdiger Weise. Zum anderen stehen die analogen und digitalen (Foto-)Geschichten für die gelungene und überall leicht nachzuahmende Involvierung von Kindern und Jugendlichen zur eigenen Wissens- und Perspektiverweiterung auf Heimat. Und: Einer Involvierung auch von Erwachsenen, denen die Kinder und Jugendlichen ihre besonderen Heimatorte mit neuen Augen zeigen. Wer nach einem (nun preisgekrönten) Erfolgsrezept sucht, um die Jüngsten für die Auseinandersetzung mit und die Pflege von Heimat zu begeistern, der sollte in Blatzheim auf die digitale und analoge Dorferkundung gehen!

Eine kleine Präsentation zur Vorstellung von Blatzheim und des Projektes bei der Preisübergabe:
Eine kleine Zusammenstellung der Originalinterviesw.

 

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