Kreisel nun barrierefrei

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Bereits bei der Fertigstellung des neuen Kreisels in Bergerhausen vor vier Jahren wunderten sich viele über die schrägen Borsteine an der Querungshilfe und fragten: „Dies soll barrierefrei sein?“.

CDU-Fraktionsvorsitzender Klaus Ripp schrieb am 05.09.2013 an die damalige Bürgermeisterin: „Beim Bau der neuen Kreisel rund um Manheim-neu in Bergerhausen und an der K17 wurden bei der Gestaltung der Querungshilfen andere Standrads verwendet als bisher. Bislang wurden Querungshilfen immer niveaugleich ausgebaut, so dass Personen mit Rollatoren oder Rollstühlen ohne Probleme die Querungshilfe nutzen konnten. Nun wurde bei den Querungshilfen ein schräger Bordstein verwendet.  … Rollstuhlfahrer berichten mir, dass dies für sie eine große Erschwernis ist. Auch für Radfahrer ist diese Form der Querungshilfe sehr unfreundlich.“

Dieser Kritik schloss sich auch Behindertenbeirat der Kolpingstadt Kerpen an. Dennoch dauerte es fast vier Jahre, bis sich der Rhein-Erft-Kreis dazu entschloss, die Querungshilfen anzupassen.

In dieser Woche wurden die Querungshilfen nun endlich barrierefrei umgebaut und können so von Rollstuhlfahrern und anderen ohne Einschränkungen und Beschwerden genutzt werden.

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2 Gedanken zu „Kreisel nun barrierefrei

  • 20.11.2017 um 09:14
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    In einem Kreisverkehr haben normalerweise (d.h. ohne anderslautende Regelung) Radfahrer auf kreuzenden Radwegen gegenüber ein- und ausfahrenden Autos Vorfahrt. Das in diesem Kreisverkehr deshalb häufig zu beobachtende Zögern von Autofahrern zur Weiterfahrt (=“Ich muss Vorfahrt gewähren“) und Radfahrern zum Anhalten (=“Ich habe doch Vorfahrt“) entspricht der üblichen Erfahrung. Die jedoch hier gesetzte mögliche aber unübliche „Vorfahrt für Autos“ durch „gesetzte Vorfahrt gewähren“ für die kreuzenden Radfahrer führt deshalb zu Missverständnissen, zudem die Vorfahrt Achten-Schilder häufig von Radfahrern nicht beachtet werden (bzw. können, siehe Anbringhöhe von 2,50 m) und diese vermeintlich Vorfahrt haben. Die Barriere-Freiheit unterstützt nunmehr das jeweilige Rechtsempfinden von Auto- und Radfahrern. Um diese Missverständnisse und daraus entstehende Gefahrensituationen zu vermeiden, sollte überlegt werden, die Vorfahrt-Achten für Radfahrer zurückzunehmen.
    P.S.: Natürlich gibt es einzelne Radfahrer die das Vorfahrt Achten-Schild auf Augenhöhen wahrnehmen können -:)!

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  • 20.11.2017 um 21:50
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    Bin als Radfahrer, der täglich diesen Radweg nutzt dankbar, dass dieser Missstand beseitigt wurde. Diese Fahrrillen zu kreuzen ist für Rad und Fahrer nicht angenehm. Ich hoffe, dass der Radweg am nächsten Kreisel am Autohaus Irnich auch korrigiert wird.
    Übrigens zur Vorfahrtsregel an Kreisel hat innerorts der Fussgänger bzw. Radfahrer Vorrang gegenüber den ein- und ausfahrenden Verkehr und ist deshalb auch mit einem Zebrastreifen gekennzeichnet. Ausserorts ist die Regel anders, hier hat, wenn nicht anders gekennzeichnet der Fussgänger bzw. Radfahrer zu warten. Dies wird durch Markierungen am Boden (sog. Haifischzähne oder Haltebalken) und dem Vorfahrtachtenschild hervorgehoben.

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