Viele wünschen sich Lebensmittelmarkt

314 Besucherinnen und Besucher haben sich an der Umfrage beteiligt, ob in Blatzheim ein Lebensmittelmarkt angesiedelt werden soll. 74% (233) wünschen sich einen solchen Markt, 13% (40) wünschen den Markt auch, glauben aber nicht, dass er sich lohnt und 13% (41) sind der Meinung, dass die Angebote in der direkten Umgebung in Langenich und Buir ausreichen.

Hintergrund für die Umfrage ist das aktuelle Einzelhandelskonzept der Kolpingstadt Kerpen, das im letzten Planungsausschuss vorgestellt wurde. Die Gutachter schreiben dort, dass in Blatzheim die Kaufkraft für einen Supermarkt vorhanden ist und eine Ansiedlung sinnvoll ist.

Ortsvorsteher Klaus Ripp ist positiv überrascht über die große Beteiligung an der Umfrage. „Dies ist allerdings nur ein Stimmungsbild. Ob wirklich ein Markt in Blatzheim angesiedelt wird, kann die Politik zunächst nicht bestimmen. Zunächst müsste aufgrund des Einzelhandelsgutachtens ein Investor bereit sein, ein geeignetes Grundstück in Blatzheim zu finden und dort einen Markt zu bauen. Sollte dies der Fall sein, muss die Politik – in diesem Fall der Stadtrat – entscheiden, ob dies gewollt ist und muss dafür einen Bebauungsplan aufstellen. Wie bei jedem Bebauungsplan wird dann öffentlich beraten, ob der konkrete Standort geeignet ist. Sollte also ein Marktbetreiber Interesse an Blatzheim haben, sind noch einige Schritte zu erledigen. Zunächst bleibt also abzuwarten, ob jemand Interesse am Standort hat.“

Noch einige Details zur Abstimmung:

114 Personen haben mit Angabe des Namens teilgenommen, 200 anonym.

63 Begründungen wurden abgegeben: 50 Personen begründen damit den Wunsch nach einem Supermarkt, 8 die Ablehnung und 5 begründen, warum es sich nicht lohnt.

Fehlende Mobilität und Umweltgesichtspunkte waren die meisten Argumente für die Ansiedlung. „Ökologisch sinnvoll, wenn man nicht immer fahren muss. Toll wäre, wenn die umliegenden Landwirte ihre Produkte auch anbieten könnten.“, „Mit einem Supermarkt könnte man die Notwendigkeit eines PKW minimieren.  Das wäre doch toll und würde die Umwelt schonen.“, „Im heutigen Wandel, mit Trend zur Nachhaltigkeit, besonders in den heranwachsenden Generationen, halte ich den Einzelhandel fußläufig erreichbar für sehr wichtig und künftig lohnenswert.“, „Ich wäre sehr froh, wenn es einen kleinen Supermarkt in Blatzheim oder Bergerhausen gäbe. Als ich eine Zeit lang kein Auto hatte, wäre ich froh gewesen, nicht mit Baby erstmal nach Langenich laufen zu müssen.“, „Für die älteren Menschen aus Blatzheim und Bergerhausen ein super Ding.“

„Die Versorgung im direkten Umfeld ist denke ich immer wünschenswert. Gerade für ältere Personen, aber auch generell Menschen ohne Auto bzw. Fahrmöglichkeit. Allerdings vermute ich, dass der Großteil dennoch nicht genügend vor Ort einkaufen wird, wenn das Angebot nicht ausreichend genug ist. Dabei ist dann allerdings auch fraglich, ob sich das ganze überhaupt lohnt.“

Die Gefahr, die noch vorhandenen Geschäfte im Ort zu gefährden, und die zunehmend angebotenen Lieferdienste führen die Skeptiker überwiegend gegen einem Lebensmittelmarkt an. „Ein solcher Markt würde die bestehenden kleinen Geschäfte verdrängen. Das kann ja wohl nicht gewollt sein!“, „Die Angebote im Umfeld sind mehr als ausreichend. Das Aussterben der Innenstädte zeigt, dass sich immer mehr auf den Onlinehandel konzentriert. Nur für die “älteren Leute” die nicht mehr so mobil sind, können andere Lösungen geschaffen werden (Einkaufshilfen o.ä.).“, „Vorhandene Struktur reicht unseres Erachtens aus.“

Einzelne Begründungen gehen in diesem Zusammenhang auch auf die fehlenden Kindergartenplätze ein. „Viel wichtiger wären allerdings mehr Kindergartenplätze.“

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