Heimatpreis für Fotogeschichten

Das Projekt „Blatzheimer Fotogeschichten“ hat in dieser Woche zu Beginn der Stadtratssitzung den Heimatpreis 2021 der Kolpingstadt Kerpen erhalten.

Einige Teilnehmer des Projekts waren zur Ratssitzung gekommen, wussten aber zu Beginn nicht, welchen Platz sie gemacht hatten. Als dann nach dem dritten der zweite Platz aufgerufen wurde, der an den Manheimer Gartenbauverein ging, gab es schon lauten Jubel, denn damit war klar, dass die Fotogeschichten den ersten Platz belegt hatten. „Wir kamen uns vor wie auf dem roten Teppich“, hieß es später von den jungen Teilnehmern, denn vom Applaus begleitet ging es zur Preisverleihung durch die gesamte Jahnhalle zur Bühne.

Zur Begründung sagte Bürgermeister Dieter Spürck: „Die Jury begeistert sich in großem Umfang für dieses beispielhafte und förderungswürdige Projekt in Blatzheim. Kinder und Jugendliche werden mit erzählten Geschichten an die eigene Heimatgeschichte herangeführt. Ihnen wird mit dem Kontakt zu Zeitzeugen ein Zugang zur Ortsgeschichte ermöglicht. Zu erkennen, wo man herkommt, wo man steht und wo man wohnt, ist ein wichtiger Schritt zur Identifikation und führt einem erweiterten Geschichtsverständnis. Das Projekt ist generationsübergreifend und sollte auch in anderen Kerpener Stadtteilen aufgegriffen werden.“

„Die jugendlichen Heimatforscher hatten nicht nur alte Blatzheimer getroffen, die als Zeitzeugen von früher erzählen konnten. Sie befragten auch ehemalige ‚Gastarbeiterkinder‘ über ihre Ansiedlung im Ort. Zudem erstellten sie einen digitalen Ortsplan und fassten ihre Forschungsergebnisse in einem Heft unter dem Motto ‚Blatzheimer Fotogeschichten‘ zusammen“, schrieben Kölner Stadtanzeiger und Kölnische Rundschau.

Unter Anleitung von Christa Gesmann und Britta Münch hatten 13 Kinder und Jugendliche im letzten Jahr das Projekt durchgeführt. Es ist Bestandteil des Leseförderprojektes „Total Digital! Lesen und Erzählen mit digitalen Medien“ des Deutschen Bibliotheksverbands (dbv) gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen von „Kultur macht stark – Bündnisse für Bildung“. Die Projektorganisation hatte Klaus Ripp von den „Buchstützen Blatzheim“ in Kooperation mit dem Kinder- und Jugendzentrum DOMIZIEL und dem „Verein für Bildung und Kultur im Hof“ übernommen.

Neben Urkunde und Heimatpreis-Pokal gab es auch ein Preisgeld in Höhe von 3.000 Euro. „Natürlich werden wir Anfang 2022, wenn Corona es erlaubt, noch mit dem gesamten Projektteam gebührend feiern und überlegen, welches Folgeprojekt wir mit dem Geld starten“, sagte Klaus Ripp.

Hier geht es zur Homepage des Projektes: https://blatzheim-online.de/fotogeschichten

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